Doppelte Hilfe für Cuba

"Gut Ding will Weile haben", sagt der Volksmund, und im Fall unseres Cuba-Solidaritätspojektes hat er wirklich recht behalten. Das gleich in zweifacher Hinsicht.

Denn zum einen ist der erfolgreiche Abschluss des Projektes nun absehbar. Während der Osterferien wird Reinhard Pietsch von EUROSOLAR die Photovoltaikanlage auf dem Politécnico "Georgui Dimitrov" in der Nähe von Havanna montieren. Damit ist die Stromversorgung der Schule gesichert und die häufigen Stromabschaltungen werden den Lehrbetrieb nicht mehr einschränken.

Das "Cuba-Solidaritäts-Team" beim Fußballturnier der Kölner Jusos im Juli 1998Zu verdanken ist dieser Erfolg u.a. den Städten Köln und Düren, die zunächst den Jusos und dann später dem Kulturverein Finanzmittel zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt haben, und den Jusos in Köln, Düren und dem Rhein-Sieg-Kreis, die Spenden gesammelt haben. Insgesamt sind auf diese Weise etwa 21.000 DM zusammengekommen.

Zum anderen hat sich auch auf der politischen Ebene ein Erfolg eingestellt: Als eine ihrer rühmlichen Taten - und da die rot-grüne Bundesregierung nicht allzu viele rühmliche Taten vorzuweisen hat, fällt diese umso mehr ins Gewicht - ist die Wiederaufnahme der deutschen Entwicklungshilfe für Cuba zu vermelden.

Zum anderen hat sich auch auf der politischen Ebene ein Erfolg eingestellt: Als eine ihrer rühmlichen Taten - und da die rot-grüne Bundesregierung nicht allzu viele rühmliche Taten vorzuweisen hat, fällt diese umso mehr ins Gewicht - ist die Wiederaufnahme der deutschen Entwicklungshilfe für Cuba zu vermelden.

Nachdem wir Heidemarie Wieczorek-Zeul die Ergebnisse unseres Cuba-Solidaritätsprojektes zugesendet hatten, informierte sie uns im Januar 1999 darüber, dass die grundsätzliche Haltung der Bundesregierung gegenüber Cuba gegenwärtig im Entwicklungshilfeministerium diskutiert werde. Diese Diskussion ist ein Jahr später offenbar zu einem positiven Ergebnis gekommen: 11 Mio. DM werden zur Unterstützung des cubanischen Aktionsplans gegen die Wüstenausbreitung und Dürre zur Verfügung gestellt.

Hans Günter Bell