Tätigkeitsbericht 2014

Für 2014 können wir wieder eine Bilanz unserer Arbeit vorlegen, mit der wir – wie in den Jahren zuvor – zufrieden sind. Unser kleiner Verein bietet weiterhin eine ansehnliche Zahl von Veranstaltungen an und setzt erfolgreich auf Kooperationen mit Partnern aus verschiedenen Spektren der politischen Linken.

Besonders berichtenswert: Nach 2003 (Cuba) und 2004 (Juist) haben wir in 2014 zum dritten Mal eine längere Studienfahrt organisiert. Dieses Mal ging es nach Italien, in die Nähe von Volterra.

Veranstaltungen

In 2014 fanden fünf Theoriekreise statt:

  • Warum es in der Bundesrepublik (noch) keine erfolgreiche rechtspopulistische Partei gibt; Ref.: Alban Werner (April)
  • Feministische Perspektive auf Europa - was sollte das sein?; Ref.: Katharina Schwabedissen (Mai)
  • Strukturwandel politischer Opposition; Ref.: Alban Werner (Juli)
  • Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung - eine Alternative zu gewaltsamen Interventionen?; Ref.: Kathrin Vogler (September)
  • Armutsrente oder lebensstandardsichernde Alterssicherung?; Ref.: Matthias W. Birkwald (Oktober)

Im Juni hatten wir Vertretern säkularer und laizistischer Arbeitsgruppen der nordrhein-westfälischen SPD, Grünen und LINKEN zu einem „aufklärerischen Podium“ über Kirche und Staat eingeladen. An der Veranstaltung haben auch zahlreiche Mitglieder der Giordano-Bruno-Stiftung teilgenommen. Über die notwendige Trennung von Kirche und Staat haben wir zudem ein Positionspapier veröffentlicht.

Neben dem bereits erwähnten Theoriekreis zum Strukturwandel politischer Opposition haben wir im Rahmen unseres „Sommerprogramms“ eine Wanderung durch das Eifgenbachtal (Juli) und einen  Besuch der Landesgartenschau in Zülpich (August) angeboten.

Die im Kölner Käthe-Kollwitz-Museum gezeigte Ausstellung „Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie um 1930“ haben wir uns im September bei einer Führung erläutern lassen.

 

Europa-Seminar

Der Höhepunkt des Jahres war für unseren Verein unser Seminar in der Toskana. 21 Teilnehmer/innen diskutierten eine Woche lang in der Villa Palagione in der Nähe von Volterra über verschiedene Aspekte der europäischen Politik. Vorträge und Fotos sind auf unserer Internetseite dokumentiert. Gemeinsamer Tenor nach dieser intensiven Woche: „Mehr Europa, aber anders!“

Wir danken dem Friedensbildungswerk Köln für die finanzielle Förderung dieses Seminares.

Kooperationen

Das Jahr begann mit einer Kooperationsveranstaltung mit der Bildungsgemeinschaft SALZ, auf der Manuel Kellner das Buch „Reform und Revolution. Revolutions- und Klassentheorie im 21. Jahrhundert“ vorstellte.

Natürlich waren wir auch wieder mit einem Infostand an der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes am 1. Mai in Köln beteiligt. Dieses Mal mit einem Umsonst-Flohmarkt. Die eingenommenen Spenden haben wir an die Kampagne „Kein Veedel für Rassismus“ weitergeleitet.

Beteiligt haben wir uns auch an der Aktion der Kampagne, die – gemeinsam mit dem Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“ – im Mai in Kalk und Humboldt-Gremberg stattgefunden hat.

Fortgesetzt haben wir unsere Zusammenarbeit mit dem Rosa-Luxemburg-Gesprächskreis Sülz/Klettenberg und gemeinsam Tom Strohschneider (Chefredakteur des „Neuen Deutschland“) und Andrej Hunko (Mitglied des Deutschen Bundestages, DIE LINKE) zu einer Diskussion über „Linke Mehrheit? Rot-Grün-Rot, Bündnisse und der Kampf um Hegemonie“ eingeladen (September)

Darüber hinaus wurden von uns zwei zivilgesellschaftliche Initiative unterstützt: Die Initiative für die Archäologische Zone und ein Jüdisches Museum vor dem Kölner Rathaus und das Kölner Bündnis „NO TTIP“.

Veröffentlichungen:

Im Jahr 2013 sind drei Ausgaben des „SoFoR-Info“ erschienen.

Weitere Standbeine unserer Öffentlichkeitsarbeit sind weiterhin unsere Internetseite (http://www.sf-rheinland.de/) und unsere Facebook-Seite.

Von den „Lokalberichten Köln“, deren Mitherausgeber wir mehrere Jahre gewesen sind, ist im Dezember die letzte Ausgabe erschienen. Nach 28 Jahren haben der GNN-Verlag und die Redaktion entschieden, dass die Zeitschrift wegen des enormen, ehrenamtlich geleisteten redaktionellen Aufwands und der nicht kostendeckenden Produktion nicht mehr erscheinen wird.

Mitgliederentwicklung

Die Zahl unserer Mitglieder ist weiterhin stabil: Zum Ende des Jahres hat unser Verein 89 Mitglieder.

 

Köln, im Januar 2015