Tätigkeitsbericht für 2008

Auch im zurückliegenden Jahr war der Verein wieder ein Ort der Debatte über parteipolitische Grenzen hinweg. Für uns ist der mancherorts diskutierte „Crossover“-Ansatz ständige Realität: Also die Suche nach programmatischen Gemeinsamkeiten der Linken – ohne Scheuklappen und Vorbehalte.

Dem im April neugewählten Vorstand des Vereins gehören an: Astrid Kraus und Hans Lawitzke (Vorsitzende), Hans Günter Bell (Geschäftsführer), Senta Pineau, Alex Recht, Wally Röhrig, Tomas Santillan, Simon Schneider.

Veranstaltungen

Gleich zu Beginn des Jahres hatten wir Alex Demirovic zu Gast, der über Die Rolle des Staates – Zum Staatsverständnis sozialistischer Linker referierte.

Prof. Werner Maschewsky referierte auf unsere Einladung hin im Februar zum Thema Umweltgerechtigkeit.

Es folgten zwei Theoriekreise:

  • Rechts, wo die deutsche Mitte ist?; mit Richard Gebhardt (im März)
  • Crossover – ein Schritt hin zu einer handlungsfähigen Linken; mit Hans Günter Bell (im Mai)

Seit Jahren sehr beliebt ist unser „Sommerprogramm“. In diesem Jahr haben wir allerdings erstmals auf das traditionelle Fußballturnier verzichtet. Mehrere Spieler des „Cuba Solidaritätsteams“ fühlten sich nicht mehr fit genug, die Strapazen des Turniers zu bestehen. Auf ein Turnier, an dem wir selbst nicht teilnehmen, haben wir dann schweren Herzens verzichtet. Aber für eine Stadtführung durch Trier „auf den Spuren von Karl Marx“, einschließlich Besichtigung des Karl-Marx-Hauses, und eine Wanderung auf dem Rheinsteig durch das Siebengebirge haben die Kräfte denn doch noch gereicht. Auf großes Interesse stieß die Vorstellung des aktuellen Memorandums Alternative Wirtschaftspolitik (Neuverteilung von Einkommen, Arbeit und Macht) durch Dr. Axel Troost, Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und Bundestagsabgeordneter der LINKEN.

Mitglieder unseres Vereins haben im Oktober im Museum Ludwig an einer Führung durch die Sonderausstellung „Hitler blind – Stalin lahm. Marinus und Heartfield. Politische Fotomontage der 1930er Jahre“ teilgenommen.

Zeitweise wurde ein monatlicher Stammtisch als lockerer Treffpunkt unserer Mitglieder und offenes Angebot für alle, die unseren Verein kennenlernen wollen, angeboten.

Kooperationen

Auch in 2008 haben wir wieder mit zahlreichen Partnern kooperiert:

Bei der erwähnten Veranstaltung mit Axel Troost waren neben der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW auch die Juso-Hochschulgruppe und die linke. SDS Mitveranstalter.

Nach wie vor engagieren sich Mitglieder unseres Vereins in der Koordinierung des Rosa-Luxemburg-Clubs Köln und referieren auf Veranstaltungen der Reihe „Ende des Kapitalismus“.

Gemeinsam mit dem sozialdemokratischen Forum Politik Köln haben wir zu einem Workshop zur Jugendpolitik eingeladen, auf dem mit einem Richter, einem Polizisten und einem Sozialarbeiter über die Situation in Köln und kommunale Handlungsmöglichkeiten diskutiert worden ist. (im April)

Zur Unterstützung des Arbeitskreises Gebührenboykott an der Kölner Uni haben wir im Oktober eine eigene Projektgruppe „kostenlose Bildung“ gegründet, die von Senta Pineau geleitet wird.

Veröffentlichungen:

Im Jahr 2008 sind drei Ausgaben des „SoFoR-Info“ erschienen. Weitere Standbeine der Öffentlichkeitsarbeit sind unsere Internetseite (http://www.sf-rheinland.de/) und die „Lokalberichte Köln“, deren Mitherausgeber wir sind.

Mitgliederentwicklung

Die Zahl unserer Mitglieder ist weiterhin stabil: Zum Ende des letzten Jahres hatte unser Verein 97 Mitglieder.

Unser besonderer Dank

... gilt auch in diesem Jahr dem Friedensbildungswerk Köln, das unsere Arbeit finanziell unterstützt hat.