Veranstaltung: Reform und Revolution. Revolutions- und Klassentheorie im 21. Jahrhundert

Manuel Kellner (Köln) stellt das von ihm/Ekkehard Lieberam/Robert Steigerwald herausgegebene Buch vor. Erschienen im Laika-Verlag, 2013.

 

Das von den Herausgebern eingeleitete Buch versammelt die verschriftlichten Referate des vierten Leverkusener Dialogs, der im Spätherbst 2012 stattgefunden hatte. Die Tradition dieser solidarisch und genossenschaftlich geführten Dialoge unter Strömungen des Kommunismus, die sich so viele Jahre lang spinnefeind waren, hat etwas mit dem Bestreben zu tun, Spaltungslinien innerhalb der Linken zu überwinden.

Die Beteiligten waren sich einig darin, dass die Überwindung des Kapitalismus eine soziale Revolution erfordert. Doch die Frage nach einer adäquaten Strategie zur Verwirklichung eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ ist damit natürlich noch lange nicht beantwortet. Sind dafür Übergänge erforderlich, bedarf es einer Strategie der Übergangsforderungen? Bedarf es dafür einer revolutionären Partei, und wie steht die im Verhältnis zum Postulat von Karl Marx, dass „die Befreiung der Arbeiterklasse nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein kann“? Kann die Behauptung aufrechterhalten werden, dass diese Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter (derjenigen, die nichts haben als ihre Arbeitskraft und gezwungen sind, sie zu verkaufen, um leben zu können) bei allen Veränderungen ihrer Zusammensetzung und ihres Bewusstseinsstandes das revolutionäre Subjekt der angestrebten Umwälzung sein kann? Haben sich reformistische Ansätze als erfolgreicher erwiesen?

 

Die Autorinnen und Autoren des Buches geben dazu durchaus verschiedene Antworten, und auch die kritische Hinterfragung früherer Gewissheiten gehört dazu.

Wir sind der Meinung, dass es sich lohnt darüber zu diskutieren und das in den Beiträgen des Buchs ausgedrückte Problembewusstsein in die linke Bildungsarbeit zu integrieren.

 

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