Editorial

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die SPD stürzt auf 37,1 % ab, die CDU erreicht 44,8 %. Die SPD ist damit in die 1950er Jahre zurückgeworfen und Jürgen Rüttgers wird Ministerpräsident des „sozialdemokratischen Stammlandes“ werden.

Im gesamten ehemaligen Bezirk Mittelrhein gelang es der SPD allein vier Kölner Wahlkreise direkt zu gewinnen. Auf der Strecke blieb u.a. der Kölner SPD-Vorsitzende, Jochen Ott, der in seinem Wahlkreis einen Vorsprung von 8,7 Prozentpunkten nicht halten konnte und gegen den CDU-Kandidaten verlor.

Immerhin: Die Wahlalternative schafft aus dem Stand und ohne großen Apparat beachtliche 2,2 %, die PDS jedoch nur klägliche 0,9 %.

Die Konsequenzen, die Gerhard Schröder und Franz Müntefering aus diesem Wahldebakel gezogen haben, sind bekannt: Neuwahl des Bundestages im Herbst.

Aber auch Oskar Lafontaine regte die Debatte an: Er ist aus der SPD ausgetreten und erklärt, er strebe einen Zusammenschluss von PDS und Wahlalternative an und wäre bereit, sich für diese neue politische Formation zu engagieren.

Sobald sich der Pulverdampf etwas lichtet und erkennbar ist, in welcher Konstellation die Linke in den Bundestagswahlkampf ziehen wird, werden wir zu einer Veranstaltung einladen. Beachtet hierzu bitte unsere Internetseite: www.sf-rheinland.de

Der Vereinsvorstand

SoFoR-Info 29 / 2005