Editorial

Die Novemberzahlen des DeutschlandTREND von Infratest dimap (Bericht aus Berlin) weisen aus, dass sich der politische Stimmungswechsel fortsetzt: Bei der „Sonntagsfrage“ hätten CDU/CSU und FDP zum ersten Mal seit Herbst 2002 bundesweit keine rechnerische Mehrheit mehr. Auch die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat ihren Rückstand gegenüber der Opposition fast aufgeholt und liegt nur noch einen Prozentpunkt hinter CDU und FDP.

Ein wichtiger Grund hierfür: Nur 28 Prozent der Deutschen glauben, dass eine von CDU/CSU geführte Bundesregierung die Probleme besser lösen könne als Rot-Grün.

Und schon frohlockt der SPD-Generalsekretär („Die SPD gewinnt an neuer Stärke.“) und verkündet die NRW SPD, die Blütenträume der CDU seien ausgeträumt.

Wir haben in dieser Situation, sechs Wochen nach der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl und ein halbes Jahr vor der Landtagswahl, bei der DL 21 (dem linken Flügel der SPD) und der PDS nachgefragt, wie sie die politische Lage und ihre eigenen Erfolgsaussichten einschätzen. Reinhold Rünker und Paul Schäfer sind unserer Bitte nachgekommen. Ihnen beiden herzlichsten Dank.

Der Vereinsvorstand

SoFoR-Info 27 / 2004