Wir sind wieder da!

Juso-Linke auf Erfolgskurs!

Drei Monate sind seit der Jahreshauptversammlung (JHV) der Kölner Jusos vergangen. Anlass für uns mal zu schauen, was aus unserer Zielsetzung, die wir im letzten „spw-Info für das Rheinland“ erläutert hatten, geworden ist. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben unsere eigenen Vorgaben übertroffen.

Nachdem wir schon in der inhaltlichen Debatte um das Arbeitsprogramm starken Einfluss nehmen und uns in wesentlichen Fragen (gesellschaftliche Analyse, Einordnung von Wirtschafts- und Außenpolitik u.v.m.) durchsetzen konnten, war die JHV selbst für uns ebenfalls ein großer Erfolg. Wir haben alle Kandidaturen durchgebracht (Schriftführerin plus vier BeisitzerInnen) und bei Diskussionen um Lohnnebenkosten und Auslandseinsätze argumentativ überzeugt, was die Abstimmungsergebnisse eindrucksvoll belegen. Das dadurch gewonnene Selbstbewusstsein manifestiert sich z. B. in engagierten Diskussionen auf der Juso-Liste, regelmäßiger und höherer Präsenz auf Themenkonferenzen.

Es ist uns Juso-Linken wie auch unserer Gesamtströmung – dem Sozialistischen Forum Rheinland – in den letzten Monaten an vielen Stellen gelungen, innerhalb der SPD Zweifel an der neoliberalen Argumentation der Parteiführung zu säen und alternative Vorstellungen zu vermitteln. Auf einer Themenkonferenz der Kölner Jusos zum Thema „Agenda 2010“ erhielt unser regierungskritischer Antrag die Mehrheit. Und die Position nicht-sozialistischer Jusos zu der wichtigen Frage des Zusammenhangs von Lohnkosten und Beschäftigung wurde verhindert. Wir haben eine Broschüre zum Thema „Agenda 2010“ erstellt , im Internet publiziert und an vielen Stellen verteilt, die auf große Resonanz bei all jenen stößt, die kritisch zur „Agenda 2010“ stehen und wir konnten uns auf einem Unterbezirksausschuss der Kölner SPD mit unseren Positionen so gut in Szene setzen, dass wir in der Presse erwähnt wurden. Schließlich werden Personen aus unserer Strömung immer wieder zu Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Partei eingeladen, um unsere linkssozialistischen, kritischen Positionen zu referieren.

Die frisch gewählte Juso-Linken-Leitung wird sich bemühen, diese Erfolge weiterhin zu koordinieren. Im einzelnen sieht das momentan wie folgt aus.

* Arbeitskreis Internationales. Geplant sind Veranstaltungen zu Wehrpflicht, Auslandseinsätze, Cuba u. v. m.

* Arbeitskreis Society 21. Die erste Veranstaltung wird sich mit der ‚Schönen neuen Arbeitswelt‘ beschäftigen.

* Regelmäßige Vollversammlungen. Es wird ab sofort alle zwei Monate eine Juso-Linken-Versammlung geben, auf der man sich austauschen, beratschlagen und Vorschläge für die weitere Arbeit machen kann.

Weitere interessante Veranstaltungen wie unsere Selbstverständnisreihe oder die Antisemitismus-Reihe stehen auf der Agenda. Achtet bitte auf entsprechende Terminankündigungen.

Geht nicht weg. Bleibt dran. Es lohnt sich!

Hajra Spanke
(für die Leitung der Juso-Linken Köln)

SoFoR-Info 21 / 2003