Seminar „Wie bedroht ist die Demokratie in Europa?“ (Wermelskirchen, 2018)

In 2018 werden wir wieder ein einwöchiges Seminar anbieten. Diese Mal wird es nicht in die Toskana* gehen, sondern ‚nur‘ in das Bergische Land. Der inhaltlichen Qualität des Seminares und der Freude, eine Woche mit netten und interessanten Menschen zu verbringen, wird diese aber keinen Abbruch tun. Thematisch werden die Bedrohung der Demokratie in Europa und die Aktualität der Faschismustheorien im Mittelpunkt stehen.   Themen (Auswah): Einführung in Theorie und Geschichte des Faschismus Der Extremismus der Mitte Wer wählt die AfD? Thomas Wagner: Die Angstmacher Sozialpsychologische Studien Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts Referenten*innen: Dr. Günter Bell Richard Gebhardt Uwe Haß Elisabeth Lange Dr. Steffen Lehndorff Alexander Recht Friederike Stolle Alban Werner Dr. Gerd Wiegel   Das Seminar ist als Bildungsveranstaltung nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW anerkannt und wird in Zusammenarbeit mit dem Willi-Eichler-Bildungswerk durchgeführt.

Migration und Ökonomie

Flüchtlingsunterkunft Systembau

von Alexander Recht & Astrid Kraus, beide im Vorstand des Sozialistischen Forums Rheinland Im Zuge der Flüchtlingsbewegung ist eine Debatte entstanden, woraus Migration resultiert, wie mit ihr umzugehen ist und welche Wirkungen sie hervorruft. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Debatte emotional aufgeladen ist. Flüchtlinge sollen unterstützt werden, Menschen aus ökonomisch schwierigen Weltregionen eine Chance auf besseren Lebensstandard haben. Eine ökonomische Engführung des Urteils ist zu vermeiden – es geht um Humanität.

Gerd Bosbach, Jens Jürgen Korff: Die Zahlentrickser. Das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen

Cover des Buches: Tortendiagramm

In dem zweiten Buch von Jens Korff und Gerd Bosbach werden die neueren Zahlentricks nach elf politischen Themen sortiert entlarvt. Von Nationalismus über Reichtum, Armut, Wirtschaft und Demografie bis zu Rüstung und Umwelt haben die Autoren die zahlenmäßigen Belege der herrschenden Thesen auseinandergenommen. Wieder im gewohnt lockeren und verständlichen Stil. Mit dem Kapitel zu Statistiken im Fußball hat Gerd Bosbach am Schluss seiner Leidenschaft gefrönt. Heyne Verlag, 2017

Gerd Bosbach, Jens Jürgen Korff: Lügen mit Zahlen Wie wir mit Statistiken manipuliert werden

Cover des Buches: umstürzende Säulen einer Statistik

An überwiegend sozialpolitischen Beispielen wird im lockeren Ton erklärt, wie mit Zahlen, Statistiken und Grafiken getrickst wird. Daraus ergeben sich viele kurze, überzeugende Argumente. Das Buch ist nach Täuschungsmethoden aufgebaut, damit die Leserinnen in die Lage versetzt werden, in aktuellen Beispielen die Lügen selber zu entdecken. Obwohl statistisch war das Buch sechs Wochen in der Spiegel-Bestseller-Liste. Zu diesem Erfolg hat 2011 die lockere Vorstellung bei "Pelzig hält sich" im ZDF mit Gerd Bosbach beigetragen: https://www.youtube.com/watch?v=-P-3Ck2mjXY Heyne Taschenbuch, 2012

Matthias W. Birkwald / Bernd Riexinger: Die Gesetzliche Rente stärken und eine Solidarische Mindestrente einführen.

Cover des Buches

Die schwarz-rote Rentenpolitik der vergangenen Jahre hat weitgehend darauf verzichtet, die gesetzliche Rente zu stärken oder armutsfest zu machen. Begleitet wird das Totalversagen im Bereich der Armutsbekämpfung durch Versuche, Altersarmut entweder zu relativieren oder sie gar wegzudefinieren. Gleichwohl wird sich der Wunsch, den Bundestagswahlkampf von einer Debatte um das Niveau der gesetzlichen Rente freizuhalten, nicht erfüllen. Denn über 74 Millionen Menschen, 20,8 Millionen Rentner*innen, 36,5 Millionen aktiv Versicherte und 16,8 Millionen passiv Versicherte, wollen wissen, ob ihre Renten noch sicher sind. Für DIE LINKE ist klar, dass eine gute Rente nicht ohne gute und vor allem auch gut bezahlte Arbeit zu erreichen sein wird. Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Lohn-, Beschäftigungs- und Rentenpolitik müssen in einem LINKEN Rentenkonzept zusammengedacht und miteinander verknüpft werden, um Altersarmut erst gar nicht entstehen zu lassen. Matthias W. Birkwald und Bernd Riexinger blicken zurück auf vier Jahre schwarz-rote Reparaturmaßnahmen an einem kaputten Drei-Säulen-Modell und entwickeln zugleich ein alternatives Rentenkonzept von Partei und Bundestagsfraktion DIE LINKE.: Die gesetzliche Rente stärken, das Rentenniveau anheben und die Solidarische Mindestrente einführen. Supplement der Zeitschrift Sozialismus 2/2017

Christoph Butterwegge / Gerd Bosbach / Matthias W. Birkwald (Hg.): Armut im Alter. Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung

Cover des Buches

Altersarmut ist ein Problem, das häufig mit der Alterung unserer Gesellschaft in Verbindung gebracht wird. Die drohende Verarmung von Millionen älteren Menschen in Deutschland ist aber vor allem auf sinkende Reallöhne, den expansiven Niedriglohnsektor, entsprechende Reformen des Arbeitsmarktes und eine falsche Rentenpolitik zurückzuführen: Mit der Riester-Reform und weiteren Maßnahmen (Aussetzung der jährlichen Rentenanpassung, Beendigung der Beitragszahlungen für Langzeitarbeitslose usw.) wurde das für den Sozialstaat grundlegende Prinzip der Lebensstandardsicherung in der Rentenversicherung aufgegeben. Absehbare Folgen sind eine noch stärkere Polarisierung der Gesellschaft in Arm und Reich sowie eine »Reseniorisierung« der Armut. In diesem Band geben Expertinnen und Experten erstmals einen Überblick über die aktuellen Risiken, Erscheinungsformen und Ursachen von Altersarmut in Deutschland. Darüber hinaus diskutieren sie ein ganzes Bündel möglicher Maßnahmen für eine gerechte und solidarische Alterssicherung. Campus Verlag, 2012

Katharina Sass (Hg.): Mythos »Sexarbeit«. Argumente gegen Prostitution und Sexkauf

Cover des Buches, Bordell

Seit einigen Jahren wird in Deutschland wieder verstärkt über Prostitution diskutiert. Die weitreichende Liberalisierung des Prostitutionsmarkts, die 2002 erfolgte, ist gescheitert. Die neuen Gesetze von 2016 stellen ein Wunderwerk an Regulierung dar, lösen jedoch nicht die Probleme. Denn zu den grundsätzlichen Fragen nehmen sie keine klare Haltung ein. Ist Prostitution »Arbeit« und sollte normalisiert und »professionalisiert« werden? Oder ist sie ein patriarchales Unterdrückungsverhältnis, dessen langfristige Überwindung es anzustreben und dessen Opfer es konsequent zu schützen gilt? Ist Sexkauf die Inanspruchnahme einer »Dienstleistung«? Oder ist er eine Form sexueller Gewalt, die gravierende Traumata verursacht? Die Autorinnen argumentieren für letztere Sichtweise und untermauern dies mit Erkenntnissen ausTrauma- und Prostitutionsforschung. Die Erfahrungen mit den nordischen Sexkaufverboten und die innerlinke Debatte dazu werden ebenso dokumentiert wie die internationale Bewegung gegen Prostitution. PapyRossa Verlag, 2017