SoFoR-Info 64: Wie bedroht ist die Demokratie in Europa?

von Alexander Recht, Vorstandsmitglied des SoFoR Angesichts des erstarkenden Rechtspopulismus hat das SoFoR ein Wochenseminar durchgeführt. Zu Beginn stellte Gerd Wiegel Faschismustheorien vor. Zur Frage der Anwendbarkeit des Faschismusbegriffs auf die Gegenwart lautete seine These: Rechtspopulistischen Parteien sind rechts, da sie auf Formen der Ungleichheit beharren. Sie stehen rechts der konservativen Volksparteien, da sie essentialistisch am Konzept natürlicher Identitäten der Nation festhalten. Von faschistischen Parteien unterscheiden sie sich aber durch die geringere Ausprägung von biologistischem Rassismus, offenem Antisemitismus und Gewaltpropaganda sowie durch ihr formales Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie. Conclusio: Der Faschismusbegriff beschreibt die rechten Parteien der Gegenwart nur unzureichend.

Theoriekreis “Sozial-ökologischer Umbau: Und der Staat?”

Vorschläge für ein einigermaßen konkretes politisches Umbauprojekt sind derzeit nicht in Sicht, auch von gewerkschaftlicher Seite gibt es keine branchenübergreifende Konversionsdebatte. Die Positionen schwanken zwischen kleinteiligen Maßnahmen, grundsätzlicher Systemkritik und eher vagen Ideen, die auf einen Pfadwechsel mit offenem Ausgang setzen.

Rheinbrücken sind Seebrücken

Das SoFoR hat sich am 02.09. an der Aktion „Rheinbrücken sind Seebrücken“ seines Kooperationspartners “Kein Veedel für Rassismus” beteiligt.

Das SoFoR auf Besuch in Trier

Am Samstag, 01.09.2018, hat das Sozialistische Forum Rheinland Trier, die Geburtsstadt von Karl Marx, besucht, die anlässlich des 200. Geburtstags von Marx zwei große Ausstellungen durchgeführt hat. Damit der Genuss nicht zu kurz kommt, haben die SoFoR-Mitglieder anschließend an einer Weinprobe teilgenommen.  

SoFoR-Info 63: Frieden in Syrien – aber wie?

Das Foto zeigt die durch den Bürgerkrieg zerstörte syrische Stadt Azaz. Quelle: Voice of America, Report von Scott Bob aus Azaz, Syrien, Wikimedia, public domain.

von Paul Schäfer, SoFoR-Vorstand, Soziologe Sie sind schon fast wieder aus unserem Horizont verschwunden, die erschütternden Berichte aus der Krisenregion Nahost. Aber die Bilder und Nachrichten über die unverhältnismäßige Gewalt in Gaza, die humanitäre Katastrophe im Jemen und last not least über die Spur der Verwüstung in Syrien bleiben doch haften. Das Schlimme zudem: Ein Ausweg aus der Spirale der Gewalt scheint nicht in Sicht.

Seminar “Wie bedroht ist die Demokratie in Europa?” (Wermelskirchen, 2018)

In 2018 werden wir wieder ein einwöchiges Seminar anbieten. Diese Mal wird es nicht in die Toskana* gehen, sondern ‚nur‘ in das Bergische Land. Der inhaltlichen Qualität des Seminares und der Freude, eine Woche mit netten und interessanten Menschen zu verbringen, wird diese aber keinen Abbruch tun. Thematisch werden die Bedrohung der Demokratie in Europa und die Aktualität der Faschismustheorien im Mittelpunkt stehen.   Themen (Auswah): Einführung in Theorie und Geschichte des Faschismus Der Extremismus der Mitte Wer wählt die AfD? Thomas Wagner: Die Angstmacher Sozialpsychologische Studien Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts Referenten*innen: Dr. Günter Bell Richard Gebhardt Uwe Haß Elisabeth Lange Dr. Steffen Lehndorff Alexander Recht Friederike Stolle Alban Werner Dr. Gerd Wiegel   Das Seminar ist als Bildungsveranstaltung nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW anerkannt und wird in Zusammenarbeit mit dem Willi-Eichler-Bildungswerk durchgeführt.

SoFoR-Info 62: Migration und Ökonomie

Flüchtlingsunterkunft Systembau

von Alexander Recht & Astrid Kraus, beide im Vorstand des Sozialistischen Forums Rheinland Im Zuge der Flüchtlingsbewegung ist eine Debatte entstanden, woraus Migration resultiert, wie mit ihr umzugehen ist und welche Wirkungen sie hervorruft. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Debatte emotional aufgeladen ist. Flüchtlinge sollen unterstützt werden, Menschen aus ökonomisch schwierigen Weltregionen eine Chance auf besseren Lebensstandard haben. Eine ökonomische Engführung des Urteils ist zu vermeiden – es geht um Humanität.