Die fünf in den USA inhaftierten Cubaner

„Mit Ehre, Mut und Stolz“ 1. Erklärung anlässlich der Gründung des deutschen Solidaritätskomiteesam 14. Dezember 2002 in Köln Wir stellen fest, dass die fünf Cubaner zu Unrecht verurteilt wurden. Ihr einziges angebliches Verbrechen bestand darin, Cuba über vorgesehene terroristische Aktionen zu informieren, die extremistische Gruppen im Süden Floridas planen, finanzieren und ohne Rücksicht auf das Leben unschuldiger Menschen durchführen. Wir machen deutlich, dass die Fünf ihr Leben und ihre Sicherheit im Kampf gegen den Terrorismus aufs Spiel setzten. Ihr einziges Bestreben war es, ihr Volk vor weiteren Terroranschlägen zu schützen. Seit dem 11.September hat die Ausrottung des Terrorismus mehr denn je Priorität. Gerardo Hernández, Ramón Labañino, Antonio Guerrero, Fernando González und René González sind Kämpfer für den Frieden und gegen den Terrorismus. Wir klagen an, dass der Gerichtsprozess gegen die fünf Cubaner voll von Verfassungs- und Rechtsbrüchen, Manipulationen, Willkür und Verletzungen ihrer elementarsten Menschenrechte war. Wir weisen auf den rachsüchtigen Charakter und das irrational hohe Strafmaß hin. Drei von ihnen wurden zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die beiden anderen erhielten Strafen von 15 bzw. 19 Jahren. Wir betonen, dass die Fünf politische Gefangene und Kämpfer gegen den Terrorismus sind, denen man diesen Status verweigert. Man unterwirft sie stattdessen den gleichen Bedingungen wie Verbrecher, mit denen sie zusammen inhaftiert sind. Sie erleiden ihre Haftstrafen in fünf weit auseinanderliegenden Gefängnissen in den Vereinigten Staaten, was den Kontakt mit Familienangehörigen und Freunden äußerst erschwert. Zweien von ihnen hat man den Besuch ihrer Ehefrauen verweigert und einem den Besuch seiner kleinen Tochter. Man verbietet ihnen Presseinterviews und legt ihnen so schlimmere Bedingungen auf als den übrigen Haftinsassen. Wir weisen darauf hin, dass ihnen zu keinem Zeitpunkt seit ihrer Festnahme und während des Strafprozesses die Beratung oder die Kontaktaufnahme mit konsularischen Vertretern der cubanischen Regierung gestattet war, wodurch zusätzlich der Buchstabe und der Geist der Wiener … Read More

AnsprechpartnerInnen

Am 11.03.1998 hat der „Verein zur Förderung der politischen Kultur“ einen Vorstand gewählt. Ihm gehörten an: Hans Günter Bell, 33 Jahre, er wohnt in Köln, ist Stadtplaner, studiert in Duisburg Sozialwissenschaften und ist stellv. Vorsitzender der Jusos Mittelrhein Katrin Dreyer, 32 Jahre, sie wohnt in Köln, ist Dipl. Informatikerin und im Vorstand der Kölner Jusos Gisela Emons, 37 Jahre, sie wohnt in Köln, ist wissenschaftl. Mitarbeiterin des Deutschen Bundestages und im Vorstand des SPD Ortsvereins Köln-Deutz Sebastian Hartmann, 21 Jahre, er wohnt in Bornheim, ist Zivildienstleistender, Vorsitzender der Jusos im Rhein-Sieg-Kreis und stellv. Vorsitzender des SPD Ortsvereins Bornheim Markus Lauber, 26 Jahre, er wohnt in Köln, studiert dort Geschichte und ist stellv. Vorsitzender der Jusos Mittelrhein Christina Stiegen, 27 Jahre, sie wohnt in Bonn, ist Politologin, Vorsitzende der Bonner Jusos und im Vorstand des SPD Ortsvereins Bonn-Mitte Christoph Vietzke, 24 Jahre, er wohnt in Köln, studiert dort Geschichte und ist stellv. Vorsitzender der Jusos Mittelrhein

Politécnico „Georgii Dimitrov“

Mit den Geldern, die wir während unseres Projektes sammeln, wird die polytechnische Oberschule „Georgii Dimitrov“ unterstützt. Sie liegt etwa 40 km westlich von Havanna. Sie ist eine reine Internatsschule, d.h. die SchülerInnen bleiben zehn Tage in der Schule und fahren dann für vier Tage nach Hause. Man baut dort zahlreiche Gemüsesorten zur Selbstversorgung an und besitzt einige Schweine und Rinder. Die Kochbedingungen sind durch einen neuen effizienten Herd bereits auf einen befriedigenden Standard gebracht worden. Die gesamte Gegend ist ständig von Stromabschaltungen betroffen, in der Schule selbst fehlt etwa dreimal pro Woche für bis zu zehn Stunden der Strom. Mit unseren Geldern soll daher zunächst eine Photovoltaikanlage finanziert werden. Mitarbeiter von EUROSOLAR e.V. montieren z.Zt. in Deutschland die zentrale elektronische Einheit. Sie wird in Kürze auf dem Seeweg nach Cuba transportiert und dann dort installiert werden. Die Anlage wird eine Leistung von 1.000 Watt haben und die Beleuchtung der Schule sicherstellen. In einem zweiten Schritt werden Windräder zur Bewässerung der Felder folgen.

Grundschule „Jose Marti“

Die Stadt Köln hat uns erneut Mittel zur Förderung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit bewilligt. Damit stehen uns 3.000 DM als finanzieller Grundstock unseres neuen Cuba-Solidariätsprojektes zur Verfügung, mit dem wir diesmal die Grundschule „Jose Marti“ in der Provinz Villa Clara bei der Umstellung ihrer Energieversorgung auf regenerative Energien unterstützt werden…

Vorwort – Solarenergie für Cubas Schulen

Liebe Leserinnen und Leser, im Januar dieses Jahres hat der Papst Cuba besucht. Dies ist für die Medien weltweit ein Ereignis gewesen, über das ausführlich berichtet wurde, und hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für einige Zeit auf dieses Land gelenkt. Eine Gelegenheit, die wir Jungsozialistinnen und Jungsozialisten genutzt haben, um auch unsererseits über Cuba zu informieren. Unser Solidaritätsprojekt “Solarenergie für Cubas Schulen” hat im Zeitraum vom Oktober 1997 bis zum Februar 1998 zahlreiche öffentliche und gut besuchte Veranstaltungen durchgeführt. Hierbei konnten wir auf die bereits bestehenden Kontakte zur Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und der Christlichen Initiative Mittelamerika aufbauen, mit denen wir bei diesem Projekt eng zusammengearbeitet haben. Den Freundinnen und Freunden in diesen beiden Organisationen möchte ich an dieser Stelle hierfür herzlichst danken. Doch wir wollten nicht nur informieren, wir wollten Cuba konkret helfen. Dank der Vermittlung von EUROSOLAR haben wir eine cubanische Schule gefunden, die wir bei der Nutzung der Solarenergie finanziell unterstützen werden. Für seine Hilfe bei der Such nach dieser Schule danken wir EUROSOLAR und insbesondere Herrn Reinhard Pietsch. Wir sind sehr froh darüber, daß wir zum Abschluß des Projektes für diesen Zweck 14.000 DM zur Verfügung stellen können. Allein 8.000 DM hiervon sind Mittel des Landes NRW zur Förderung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, die wir von der Stadt Köln erhalten haben. Daß es diese Mittel gibt, ist der rot-grünen Koalition in Düsseldorf zu verdanken, die diese sinnvolle Maßnahme in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben hat. So geht unser Dank für diese großzügige Unterstützung denn also auch an die nordrhein-westfälische Landesregierung und an die Stadt Köln. Und zu guter letzt danken wir natürlich auch der Leitung des Projektes: Dirk Bergrath, Britta Lenz, Hajra Munir-Khawaja und Wahid Samimy. Mein Dank geht auch an Hans Günter Bell, der die Projektleitung tatkräftig unterstützt hat. Ohne den engagierten Einsatz dieser fünf Genossinnen und Genossen hätte es … Read More

Geld und Spaß und Politik – Die 12. Shell-Jugendstudie

von Karsten Schernick Da bekommt man auf den ersten 268 Seiten Shell-Jugendstudie das Bild einer kritischen, engagierten und politischen Jugend vermittelt um dann endlich auf Seite 269 in großen Lettern das Zitat „Man merkt beim Tanzen gar nicht, wie schnell die Zeit rumgeht“ zu entdecken. Techno-Clubs und -Parties machen derzeit das ganze Leben der 19jährigen Nicole aus. Das ist aber auch schon alles. Nicole wird nur in einem Kurzportrait gewürdigt. Die Kurzportraits auf den nächsten Seiten zeigen schon wieder einen Umweltaktivisten, eine Kinderrechtlerin, einen Nationalliberalen, eine Betriebsrätin usw. usf. Die 12. Shell-Jugendstudie will nicht aus der Erwachsenensicht die Jugend beurteilen, sondern läßt Jugendliche selbst zu Wort kommen unter der Fragestellung, wie Jugendliche sich mit der gesellschaftlichen Situation auseinandersetzen und ihre Perspektiven beurteilen und wie sich dies auf politisches Engagement Jugendlicher auswirkt. Was ist Jugend ? Die Jugend ist ein Zeitabschnitt im Leben eines Menschen und eine spezifische Lebenslage. Im Mittelpunkt stehen sowohl die Persönlichkeits- und Identitätsbildung, als auch die Vorbereitung auf das ökonomisch unabhängige Erwerbsleben. Entsprechend des Zwecks der Jugendphase sind zwei Bedingungen für deren Qualität ausschlaggebend: 1. die unterschiedlichen Möglichkeiten und Angebote die die Gesellschaft für Jugendliche bereithält, also praktisch die Ausstattung des jugendlichen Alltags. (Wohnverhältnisse, Schule und Ausbildungsplatz, Taschengeld, Freizeitangebote etc.) 2. das, was zeitlich nach der Lebensphase Jugend kommt. Die Frage also, inwiefern die Anstrengungen während der Jugendphase geeignet sind, sich Perspektiven für das spätere Leben zu eröffnen, inwiefern die Jugend in die gesamte Biographie eingebettet ist und sich die Anstrengungen später einmal auszahlen. Jugend hat also eine räumliche und eine zeitliche Dimension. Die gesellschaftliche Krise Eine Sichtweise, die die Jugend als Teil einer Wohlstandsgesellschaft sieht (z.B. im Gegensatz zur Nachkriegsgesellschaft) täuscht darüber hinweg, daß Jugend eine doppelte Abhängigkeit zur Zukunft hat: Sie ist – wie jeder andere Lebensabschnitt auch – abhängig von der gesellschaftlichen Entwicklung und … Read More