Alban Werner: Was ist, was will, wie wirkt die AfD?

Cover des Buches, Transparent mit blauen Luftballons

Keine Partei ist in der Bundesrepublik Deutschland gegenwärtig so umstritten wie die AfD, deren bekanntestes Gesicht der Hamburger Ökonom Bernd Lucke ist. Aber was verbirgt sich hinter Programm und Personen der AfD? Ist diese Partei tatsächlich „rechtspopulistisch“ und vertritt das Spektrum rechter Bürgerbewegungen wie PEGIDA, wie ihre KritikerInnen meinen? Oder füllt die AfD nur eine Lücke, die CDU/CSU und FDP am (wert-)konservativen Rand der „bürgerlichen Mitte“ hinterlassen haben? Warum entstand eine Partei wie die AfD erst im Schatten der Eurokrise und nicht schon früher? Dieses Buch untersucht Personal, Struktur, Programm und Politik der AfD. Ihre Kernforderungen werden untersucht und ihre bisherige inhaltliche Entwicklung nachgezeichnet. Es wird erörtert, warum viele Forderungen und Losungen der AfD auf breite Zustimmung in der Bevölkerung treffen – nicht nur bei „rechten“ WählerInnen, sondern weit darüber hinaus. Diskutiert wird, welche Erfolgschancen diese Partei hat, und welche Auswirkungen die AfD auf das Parteiensystem Deutschlands haben könnte. Schließlich bietet das Buch erste Anregungen, wie eine politische Auseinandersetzung mit der AfD geführt und wie sie nicht betrieben werden sollte.   Neuer ISP-Verlag, 2015

Alban Werner: Machtphänomen Merkel. Hatten wir wirklich keine andere Wahl?

Cover des Buches, Angela Merkel mit ausgebreiteten Armen

Was zeichnet das »System Merkel« und ihren Regierungsstil aus? Und was ist vor diesem Hintergrund von der Bundestagswahl 2017 zu erwarten? Seit dem Jahr 2005 ist Angela Merkel Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist nicht nur die erste Frau in diesem Amt, sondern seit Beginn ihrer Amtszeit steuerte sie das Land auch durch eine Abfolge von Krisen und Umschwüngen: Globale Wirtschafts- und Finanzkrise, Eurokrise, Atomausstieg, NSA-Skandal, NSU-Enthüllung und jüngst die sogenannte Flüchtlingskrise. Während andere Regierende längst abgewählt wurden, konnte sich Merkel halten. Dabei half ihr, was ihr zugleich immer wieder vorgeworfen wird. Sie verkörpert wie keiner ihrer Vorgänger einen spezifischen Regierungsstil, der sich durch hohe Flexibilität und Verzicht auf starke politische Bekenntnisse auszeichnet. So kann sie den unterschiedlichen Regierungspartnern der deutschen Konsensdemokratie besser entgegenkommen und nimmt ihren Konkurrenten die Angriffsfläche. Zugleich ist die Regierungszeit von Angela Merkel eine Konjunktur neuer Proteste und Beteiligungsformen. Die Kehrseiten der konfliktscheuen Konsensdemokratie sind neue Parteien wie DIE LINKE, die PIRATEN und jüngst die AfD. Zugleich löst sich die politische Meinungsbildung immer stärker von den Parteien. Mit der »Willkommenskultur« einerseits und rechtspopulistischen Akteuren wie AfD/PEGIDA andererseits scheint der Bundesrepublik eine dauerhafte Polarisierung der politischen Debatte bevorzustehen. Was macht trotzdem den Erfolg der Methode Merkel aus? Welchen Anteil hat die Schwäche der politischen Linken am Höhenflug des »Machtphänomens Merkel«? Und welche Bedeutung hat die Vormachtstellung Deutschlands in Europa für die Ausstrahlung nach innen? Diesen Fragen geht Alban Werner nach. Er zeigt darüber hinaus auf, welche Bedeutung Bundestagswahlen zukommt und wie diese nach dem Ende »großer Erzählungen« seit 1990 zu bewerten sind.   VSA-Verlag, 2018

Bertram Zwanziger / Silke Altmann / Heike Schneppendahl: Kündigungsschutzgesetz.

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Basiskommentar zu KSchG, §§ 622, 623 und 626 BGB, §§ 102, 103 BetrVG Kompakt und leicht verständlich erläutert der Basiskommentar das Kündigungsschutzgesetz. Ergänzend beleuchten die Autoren weitere wesentliche Vorschriften zum Kündigungsschutz, wie § 626 BGB und § 102 BetrVG. Die Neuauflage berücksichtigt Gesetzesänderungen, Rechtsprechung und Literatur bis August 2014. Die Themen: Kündigungsgründe nach dem Kündigungsschutzgesetz und bei außerordentlichen/ fristlosen Kündigungen Kündigungsschutzprozess Mitwirkungsmöglichkeiten des Betriebsrats im Rahmen des Anhörungsverfahrens Regeln der Massenentlassung Besonderer Kündigungsschutz im Rahmen der Betriebsverfassung   Bund-Verlag, 2015 (4., aktualisiert Auflage)

Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD, Unterbezirk Köln (Hrsg.) / Hans Günter Bell (Redaktion): „… die treiben es ja auch zu weit.“ 75 Jahre Kölner Jusos

Cover des Buches, Protest gegen Fahrpreiserhöhung

In diesem Sammelband steckt viel Arbeit, Arbeit, die uns Spaß gemacht hat, und bei der wir viel über die Geschichte der Organisation hinzu gelernt haben, der wir uns als ehemals oder immer noch aktive Funktionäre eng verbunden fühlen. Zahlreiche ältere GenossInnen haben uns mit historischem Material geholfen, haben uns bei Interviews bereitwillig Auskunft gegeben und haben so mit dazu beigetragen, daß dieses Sammelband entstehen konnte. Ihnen danken wir an dieser Stelle ganz besonders. Zu Dank sind wir auch dem Historischen Archiv der Stadt Köln verpflichtet, in dessen Bestände wir zahlreiches Material gefunden haben, daß uns einen Einblick in die Arbeit und die Ideen der vergangenen Generationen Kölner JungsozialistInnen gegeben hat. Die einzelnen Beiträge dieses Sammelbandes sind jeweils eigenständige Arbeiten. Für ihre Inhalte sind die jeweiligen AutorInnen selbst verantwortlich. Wir haben jedoch über alle Beiträge ausführlich diskutiert, und wer ihn liest, wird verstehen, daß wir über den Beitrag von Karl Rössel etwas länger als über die anderen diskutiert haben. Wir stehen jedoch ohne Einschränkungen dazu, daß auch seine Einschätzungen in diesem Sammelband veröffentlicht werden. Die kritische Haltung, die Karl Rössel gegenüber den Jusos und der SPD einnimmt, ist von ihm nachvollziehbar begründet. Deshalb haben wir sie aufgenommen, auch wenn wir sie nicht in allen Punkten teilen. Daß ein ehemaliger Vorsitzender der Kölner Jusos seine damalige Arbeit heute so sieht, wie Karl Rössel dies tut, ist auch eine Tatsache, die wir bemerkenswert finden. Wir erhoffen uns, daß es über diesen und die anderen Beiträge dieses Sammelbandes zu lebhaften Diskussionen kommen wird.   spw-Verlag, Dortmund, 1996   Inhalt: Andrea Nahles, Grußwort Jürgen Seitz, "Jungsozialisten heraus!" Fritz Bilz, Auferstanden aus Ruinen. Neugründung, Konsolidierung, Anpassung – Die Zeit von 1945 bis 1960 Heiner Kockerbeck, "Per Brief gefeuert". Die Auflösung des Kölner Juso-Vorstandes 1969 – ein Versuch, die Vorgeschichte zu rekonstruieren Karl Rössel, Linker Aufbruch und … Read More

Hans Günter Bell, Andrea Nahles (Hrsg.): Vor dem Kollaps? Die Zukunft der großen Städte

Cover des Buches. Hochhäuser

Der Bundeskongreß der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos) hatte im Mai 1995 den Juso-Bundesvorstand beauftragt, gemeinsam mit interessierten Bezirken einen Kongreß zur Zukunft der großen Städte durchzuführen. Dieser Kongreß hat im November 1996 in Köln stattgefunden. Ausgangspunkt der Diskussionen war die Erkenntnis, daß sich gesellschaftliche Entwicklungen und Umbrüche zuerst in den Städten bemerkbar machen und durchsetzen. Die Jusos stellten in ihrem Bundesarbeitsprogramm 1995-1997 fest: "Wie in einem Brennglas sind hier (in den Städten, d.V.) die Entwicklungstendenzen der Gesellschaften zu beobachten. Es gilt, diese zu erkennen und hieraus politische Konsequenzen zu ziehen." Auf dem Kongreß ist es daher sowohl um eine Aneignung des aktuellen Diskussionsstandes zur Zukunft der großen Städte gegangen, als auch darum, linke Programmatik in diesem Feld weiterzuentwickeln und hieraus Konsequenzen für die Juso-Arbeit zu ziehen. Wir hoffen, daß dieses Buch einen Beitrag dazu leitet, die Zukunft der großen Städte nicht der unheiligen Allianz aus Kapital und CDU/CSU/FDP-Bundesregierung zu überlassen, und Anstöße geben kann – im Sinne von Hans G Helms – „den öffentlichen, den politischen Raum der Stadt zurück(zu)erobern.“   Inhalt: Hans G Helms: Strukturwandel der Städte Marion Hering: Mobilität von Frauen. Frauengerechte Verkehrsplanung mit dem Schwerpunkt ÖPNV Ute Krüger & Matthias Linnekugel: Armut in den Städten Hans Günter Bell: Stadterneuerung – für wen? Eckhart Seidel & Marc Wißmann: Metropolenkonkurrenz und lokale AkteurInnen Diskussion zur Zukunft der großen Städte mit Norbert Burger, Steffi Gerszewski, Hans G Helms und Volkmar Schultz Stefan Krätke: Bodenmarkt und Stadtentwicklung – Zur Rolle des Immobilienkapitals im Zeitalter der Globalisierung Joachim Schuster & Carsten Sieling: Zukunftsblockaden Christoh Zöpel: Wohnen Dieter Krämer: Die Stadt Hamm – Ökologische Stadt der Zukunft

Günter Bell. »Ein Stadtteil, in dem die Arbeiterklasse zu Hause ist«? Klassenbewusstsein und Klassensolidarität in sozial-räumlichen Milieus

Cover des Buches, Straßenszene Kalker Hauptstraße

Es waren die sich kumulierenden sozialen Probleme, insbesondere die sich weit öffnende Schere zwischen Reichtum und Armut weltweit und in den reichsten kapitalistischen Gesellschaften selbst, sowie die mit Massen- und Dauerarbeitslosigkeit einhergehende soziale Ausgrenzung und Prekarisierung (Hartz IV), die in den Sozialwissenschaften schon am Ende des zurückliegenden Jahrhunderts zu einer Wiederbelebung von Klassentheorie geführt haben und die Dringlichkeit empirischer Klassenanalysen unterstreichen. Wo ließe sich dies besser durchführen als in Großstädten, in denen sich soziale Zerklüftung und Spaltung in der Veränderung von Infrastrukturen, Stadtteilen und ihren historisch gewachsenen sozialen Milieus niederschlagen. Günter Bell hat eine solche empirische Untersuchung auf Basis von Interviews mit Bewohnern am Stadtteil Köln-Kalk durchgeführt: Zeichnet sich ab, dass die arbeitenden Klassen sich aktiv gegen die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen zur Wehr setzen? Ist in den Arbeiterstadtteilen ein besonderer Nährboden für Klassenbewusstsein und -solidarität vorhanden? Welche Bedeutung haben räumliche Einflüsse auf Klassenmilieus und Klassenbewusstsein? Diesen Fragen geht die qualitative Einzelfallstudie im Milieu der gewerkschaftlich und politisch aktiven Arbeiter/-innen und einfachen Angestellten in einem traditionellen Arbeiterstadtteil nach. VSA-Verlag, Hamburg, 2009

Tätigkeitsbericht für 2016

Unser Verein hat auch in 2016 wieder eine ansehnliche Zahl von Veranstaltungen allein oder mit Partnern durchgeführt. Erfreulich ist zudem, dass die Zahl unserer Mitglieder zuletzt leicht gestiegen ist: Zum Ende des Jahres hatte unser Verein 93 Mitglieder. Veranstaltungen In 2016 fanden fünf Theoriekreise statt: Briefwechsel zwischen Paul Mattick und Roman Rosdolsky. Ein hochspannender Dialog zwischen zwei entscheidenden marxistischen Theoretikern des 20.Jahrhunderts, Ref.: Felix Klopotek (im Februar) Klimaklempnern und Klimapolitik. Zur internationalen Debatte um Climate Engineering, Ref. Nils Matzner (im Juni) … was die junge Generation so umtreibt. Einblick in die aktuelle deutsche Friedens- und Konfliktforschung, Ref.: Christiane Lammers (im August) Innovation und Sozialismus. Die "53 Thesen" des Projektes Moderner Sozialismus aus heutiger Sicht, Ref.: Uwe Kremer (in November) Bilder vom Entsetzen und Aufbegehren in der »Ästhetik des Widerstands« (aus Anlass des 100. Geburtstags von Peter Weiss), Ref.: Klaus Stein (im Dezember) Im Rahmen unseres „Sommerprogramms“ haben wir im Juli eine Führung durch die Ausstellung „Das Bauhaus. Alles ist Design“ in der Bundeskunsthalle in Bonn und im August eine Wanderung im Siebengebirge angeboten. Kooperationen Fortgesetzt haben wir unsere Zusammenarbeit mit dem Rosa-Luxemburg-Gesprächskreis Sülz/Klettenberg bzw. der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW: Ist der Kapitalismus am Ende? Streitgespräch zwischen Wolfgang Streeck, ehem. Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, und Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der LINKEN (im Januar); beteiligt war auch die Hochschulgruppe „Sozialwissenschaften“ an der Universität zu Köln Die Milieus der AfD. Diskussion mit Prof. Dr. Michael Vester, Milieuforscher, und Dr. Oliver Decker, Vorstandssprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig (im Dezember); beteiligt war neben der Hochschulgruppe „Sozialwissenschaften“ an der Universität zu Köln auch der EL-DE-Haus-Verein. Natürlich waren wir auch wieder mit einem Infostand am Familienfest des Deutschen Gewerkschaftsbundes am 1. Mai in Köln beteiligt. Unterstützung für politische Initiativen Im Laufe des Jahres haben wir diese Aufrufe unterstützt: Flüchtende aufnehmen und … Read More